Übelkeit, Appetitlosigkeit und Geschmacksveränderungen gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Viele Betroffene habenb dadurch Schwierigkeiten, ausreichend Nährstoffe und Energie aufzunehmen. Mit der richtigen Ernährung lassen sich die Beschwerden oft lindern.
Im Folgenden findest du 10 erprobte Tipps zur Ernährung bei Chemotherapie, die den Alltag erleichtern können.
Mehrere kleine Snacks sind leichter verdaulich und belasten den Magen weniger als große Mahlzeiten. Plane 5–6 Mini-Mahlzeiten statt drei Hauptmahlzeiten.
Trockene Lebensmittel wie Zwieback oder Knäckebrot direkt nach dem Aufstehen können den Magen beruhigen und den Start in den Tag erleichtern.
Trinke regelmäßig, aber nicht während des Essens. Besser sind kleine Schlucke zwischen den Mahlzeiten – Wasser, Tee oder verdünnte Säfte.
Greife zu energiereichen, aber gut verträglichen Lebensmitteln wie Avocado, Smoothies, Nussmus oder feinen Cremesuppen.
Kalte oder lauwarme Gerichte riechen weniger intensiv und sind oft angenehmer: Joghurt, kalte Nudelsalate oder Pudding.
Appetitlich angerichtete Kleinigkeiten wie Käsewürfel, Gemüsesticks oder Mini-Sandwiches sind oft leichter zu essen als große Mahlzeiten.
Ingwertee oder kandierter Ingwer können Übelkeit lindern. Bitterstoffe aus Rucola oder Grapefruit regen den Appetit an.
Vermeide starke Essensgerüche. Iss in entspannter Atmosphäre, lüfte vor den Mahlzeiten oder genieße dein Essen im Freien.
Eiweiß ist wichtig für die Erhaltung der Muskulatur. Gute Quellen sind Quark, Joghurt, Fisch, Eier oder Hülsenfrüchte.
Was heute schwerfällt, kann morgen verträglich sein. Probiere Neues aus und passe deine Ernährung flexibel an.
Die richtige Ernährung bei Chemotherapie kann helfen, Übelkeit und Appetitlosigkeit zu lindern. Jeder Mensch reagiert jedoch individuell. Eine persönliche Ernährungsberatung durch Fachkräfte kann zusätzlich unterstützen.